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+++ Flurbereinigung in Hedemünden nach fast 20 Jahren beendet
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Die HNA berichtet in ihrer Ausgabe vom 12. Oktober 2007 über den Abschluss der Flurbereinigung in Hedemünden:
"Nach fast 20 Jahren ist es geschafft: Die Hedemündener haben ihre Gemarkung neu geordnet und feierten gestern den offiziellen Abschluss des so genannten Flurbereinigungsverfahrens. Mit einem Festakt und einer Gedenksteinenthüllung nahe dem Römerlager schlossen die Teilnehmergemeinschaft TG Hedemünden, die Grundeigentümer und Behördenvertreter gestern die Akte des Jahrhundertwerkes offiziell.

Erinnerung:Der TG-Vorsitzende Hermann Baumgärte, Ortsbürgermeister Udo Bethke und Mündens Bürgermeister Klaus Burhenne (von links) enthüllten gestern am Sudholz einen Gedenkstein. Vorgang abgeschlossen: Durch den Ausbau der A7 (Bildmitte) und den Neubau der B80 (unten rechts) wurde die Flurbereinigung in der Gemarkung Hedemünden nötig. Diese wurde gestern mit einem offiziellen Akt abgeschlossen. (Text- und Bildquelle: HNA / Christian Mühlhausen) |
Angefangen hatte alles 1988: Hedemünden war damals 'Dauergast' im Verkehrsfunk des Radios, weil die Autobahn durch das stetig steigende Verkehrsaufkommen ständig verstopft war. Die Entscheidung: Ausbau der A 7 auf sechs Spuren.
Außerdem stand die Umgehungsstraße B 80 ganz oben auf der Liste der Straßenplaner. Bereits in den 60er Jahren, so ist in der Festschrift der TG Hedemünden zu lesen, wurde darüber häufig debattiert, die Entscheidung jedoch wegen der hohen Kosten vertagt. Anfang der 80er Jahre nahm man die Aktion dennoch in Angriff. Und das war auch bitter nötig: Die B 80 quälte sich durch den historischen Ortskern, Fußgänger waren permanent gefährdet und Lärm und Erschütterung für die Hedemündener ein tägliches Übel.
Weil Autobahnverbreiterung und Umgehungsstraße parallel geplant wurden, konnten Baukosten gespart werden. So wurde der Bodenaushub der Umgehungsstraße beispielsweise für das Aufschütten von Lärmschutzwällen an der Autobahn genutzt.
Da für beide Baumaßnahmen mit 34 Hektar Land mehr als ein Zehntel der Hedemündener Ackerfläche benötigt wurde und alle Grundeigentümer gleichmäßig betroffen sein sollten, wurde eine Flurbereinigung angeordnet: Dabei kommen – vereinfacht gesagt – alle Flächen in einen Topf, wobei anschließend die für den Bau notwendigen Flächen aus diesem wieder herausgenommen werden. Der Rest der Flächen wird am Ende wieder prozentual und vor allem wertmäßig an die Grundeigentümer verteilt.
Weil diese Fläche durch die erforderlichen Bautrassen natürlich kleiner ist als das zuvor eingebrachte Land, wird die Differenz finanziell entschädigt. Die Eigentümer des betroffenen und insgesamt rund 600 Hektar großen Gebietes mussten sich dafür zur Teilnehmergemeinschaft Hedemünden zusammenschließen.
Nachdem die Straßenbauverwaltungen fast 15 Millionen Euro in die Umgehungsstraße und knapp 55 Millionen Euro in die Autobahnverbreiterung investiert hatten, bekamen die Eigentümer am 1. August 2002 ihr neues Land zugewiesen. Mit 670 000 Euro vergleichsweise preiswert war dagegen das Flurbereinigungsverfahren, für das die Grundeigentümer selbst rund 80 000 Euro aufbringen mussten.
Im vergangen Jahr wurden die Grundbücher aktualisiert. Nach getaner Arbeit wird die Teilnehmergemeinschaft dann am Ende des Jahres endgültig aufgelöst. Doch zuvor wurde gestern noch Mal kräftig gefeiert."
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