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+++ Haus der Heimat bekommt einen Erweiterungsbau +++
Die HNA berichtet in ihrer Ausgabe vom 8. Februar 2007 über die erfolgreiche Arbeit im Alten- und Pflegeheim "Haus der Heimat" und eine bevorstehende Erweiterung der Einrichtung:
"Sie haben es vollbracht, die Mitarbeiter des Hauses der Heimat in Hedemünden: Fünf neurologisch Schwersterkrankte, die nicht mehr als rehabilitierbar galten, haben einen gewaltigen Schritt nach vorne getan. Sie besuchen, was eigentlich undenkbar erschien, inzwischen Behindertenwerkstätten.
Solche und andere Erfolge sprechen sich herum, zumal die Konzeption der Fachpflegeeinrichtung in der Region ihresgleichen sucht. Im Haus der Heimat gibt es betreutes Wohnen ebenso wie altersgerechtes Wohnen. Aber auch junge Menschen leben dort; sie sind meist neuropsychiatrisch Erkrankte oder gar Schädel-Hirn-Geschädigte. Als Mehrgenerationenhaus könnte man das Haus der Heimat auch einstufen. Und das Besondere dabei: Es gibt selbst für Schwerstkranke keine geschlossene Abteilung, die mit Maßregelvollzug verglichen werden könnte, versicherte Bettina Keuthen. Dafür gibt es einen geschützten Bereich, der den Bewohnern aber noch immer persönliche Freiheiten lässt.

Freuen sich auf den Erweiterungsbau: Bettina Keuthen, die Geschäftsführerin und Leiterin des Hauses der Heimat, und Pflegedienstleiter Wolfgang Schütte. Der Bagger hat den früheren Veranstaltungssaal bereits abgerissen. (Text- und Bildquelle: HNA) |
Kein Wunder, dass die Nachfrage nach Plätzen stetig steigt. Darauf hat die Betreiberin der Einrichtung, Bettina Keuthen, reagiert. Seit Wochenbeginn sind Bagger am Werk. An der Stelle des früheren Vortragssaals entsteht in den nächsten Wochen und Monaten ein Anbau. Auf drei Etagen will Keuthen 56 weitere Plätze schaffen. Mit dem Altbau stünden dann insgesamt 114 Plätze zur Verfügung. Nach der Planung des Mündener Architekturbüros Volkmer sollen Alt- und Neubau durch verglaste Übergänge so miteinander verbunden werden, dass sich beide im Gesamtbild harmonisch ergänzen. Allerdings wird das über 100-jährige Jugendstilgebäude die Dominanz im Gesamtkomplex behalten. In den 18 (Einzelbelegung) beziehungsweise 24 Quadratmeter (Doppelbelegung) Appartments, die mit Nasszelle ausgestattet werden, soll jeder Bewohner seinen Wohnraum individuell gestalten können.
Auf jeder Etage wird es gemütliche Gemeinschaftsräume und große Aussichtsbalkone geben. Ganz oben soll eine Cafeteria mit angeschlossener Dachterrasse errichtet werden und einen herrlichen Blick über das Werratal ermöglichen. Die Investitionskosten beziffert Bettina Keuthen auf drei Millionen Euro. Mitte März soll die Grundsteinlegung stattfinden, Mitte Juni ist das Richtfest geplant. Und am 1. Dezember 2007 soll Einweihung gefeiert werden.
Die Anwohner und Nachbarn werden um Verständnis für Verkehrs- oder Lärmbelästigungen gebeten."
Haus der Heimat |