+++ Holzversteigerung bei Hedemünden +++

Die HNA berichtet in ihrer Ausgabe vom 27. Dezember 2006 über die Versteigerung von Holz im Wald zwischen Hedemünden und Meensen:

"Da liegen sie, Stamm an Stamm, und geben ein eindrucksvolles Bild ab: Über 1000 Festmeter hochwertiges Holz aus Südniedersachsen und Nordhessen werden derzeit auf den Wertholzlagerplatz 'Himmelsleiter' zwischen Meensen und Hedemünden für eine so genannte Submission angeliefert.

Die Bäume gehörten zu den wertvollsten, die in dieser Saison in den Forstämtern Münden, Reinhausen, Winnefeld, Reinhardshagen sowie in den dazugehörigen Genossenschaftsforsten eingeschlagen wurden und sollen versteigert werden.

Fast 500 Festmeter Nadelholz wie Fichte, Douglasie, Lärche und Schwarzkiefer warten hier ebenso auf Holzkäufer wie 600 Festmeter dickes Eichenholz. Sägewerke aus ganz Deutschland und benachbarten Ausland haben noch einige Wochen Zeit, das Holz zu besichtigen und auf jeden Stamm ein Gebot abzugeben. Der Meistbietende erhält dann den Zuschlag.

Im vergangenen Jahr fand dieser Versteigerungstermin zum ersten Mal statt. 'Das war zunächst ein Versuchsballon und aus unserer Sicht sehr erfolgreich', sagt Dr. Thomas Schmidt-Langenhorst, Leiter des Forstamtes Münden. So konnte bei der verkauften Eiche ein Fünftel mehr und beim verkauften Nadelholz sogar um 70 Prozent höhere Preise erzielt werden.

Für dieses Jahr erwartet der Forstamtsleiter ähnlich gute Ergebnisse – auch, weil der Lagerplatz wegen der Autobahnnähe sehr gut erreichbar sei und sich dessen Bekanntheitsgrad mittlerweile erhöht habe.

Der dickste Stamm ist ein etwas über acht Meter langer Abschnitt einer Douglasie aus dem nordhessischen Forstamt Reinhardshagen, der ein Volumen von über fünf Festmetern hat. Der Baum könnte mit seinen enormen Dimensionen zu den ersten gepflanzten Douglasien in Deutschland gehören, nachdem diese vor der letzten Eiszeit hier heimische Baumart aus Amerika vor 130 Jahren auch in deutschen Wäldern wieder angebaut wurde.

Die Douglasie mit den nach Zitrone duftenden Nadeln wird bei uns bis zu 60 Meter hoch, in ihrer nordamerikanischen Heimat wurden sogar schon Bäumen mit 133 Metern Höhe gemessen.

Die dickste Lärche auf dem Lagerplatz wurde in der Försterei Oberode eingeschlagen. Besonders schöne Fichtenstämme sind in diesem Jahr im Bramwald gefällt worden: Schmidt-Langenhorst hofft hier besonders auf Käufer, die aus den Bramwaldfichten Holz für hochwertige Möbel und so genanntes Klangholz für Geigenböden herstellen.

Anfahrt: Der Wertholzlagerplatz Himmelsleiter liegt direkt auf der Anhöhe an der Straße zwischen Meensen und Hedemünden, große Holztafeln weisen den Weg. Auf Infotafeln sind Erklärungen zu Vorkommen, Nutzung und Verwendung der einzelnen Holzarten angebracht. Wanderer können den Platz über einen befestigten Rundweg erschließen. Autos sollten wegen der andauernden Holzanlieferung jedoch nicht die Wege versperren."

Quelle: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine (HNA) – 27.12.2006

Sofern gegen die auszugsweise Wiedergabe der Pressemeldungen in der durchgeführten Form Bedenken bestehen (zum Beispiel aufgrund von Urheber- oder sonstigen Schutzrechten) bitten wir um Mitteilung. Die Inhalte werden dann umgehend verändert oder entfernt.

zurück zur Übersicht