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+++ Windkraftanlagen in Ellerode geplant +++
In ihrer Ausgabe vom 26. Mai 2006 berichtet die HNA über geplante Windräder in Ellerode, von denen negative Auswirkungen auf das Landschaftsbild ausgehen könnten:
"Windkrafträder, die sich bis zu 179 Meter hoch in den Himmel türmen? Gleich oberhalb von Hedemünden und Oberode?
Keine angenehme Vorstellung für die Bewohner der Dörfer an der Grenze zu Hessen. Ein entsprechender Bericht in unserer Zeitung hat auch die Mündener Stadtverwaltung neu alarmiert. Zwar ist bekannt, dass Witzenhausen bei Gut Ellerode direkt an der Landesgrenze zwei Flächen für Windenergieanlagen ausgewiesen hat. Bislang aber sollten dort "nur" Nabenhöhen von 90 bis 100 Metern gelten. Das wären inklusive Rotoren Gesamthöhen von maximal 140 Metern.
Nun ist ein – bislang nicht genannter – neuer Investor aufgetaucht. Der möchte Windanlagen mit mindestens 148, am liebsten jedoch 179 Metern Gesamthöhe errichten. Begründung: Anders seien Windenergieanlagen nicht wirtschaftlich zu betreiben.
Das steckt zwar alles erst im frühesten Planungsstadium, doch erhebt sich schon ein Sturm des Protests. Und zwar bei den Nachbarn auf beiden Seiten der Grenze. Grundsätzlich begrüßen sowohl die Ortsräte in Berlepsch-Ellerode als auch in Hedemünden und Oberode Windenergie. Aber das Ausmaß solcher Anlagen, so Hedemündens Ortsbürgermeister Udo Bethke, müsse im erträglichen Rahmen bleiben.
Gigantisch, staunt auch die Mündener Stadtverwaltung. Die hatte schon gegen die bisher geltenden Höhen Einspruch eingelegt: einmal im Juli 2003, ein zweites Mal im Januar 2004. Sie forderte damals deutlich niedrigere Windräder: nämlich Anlagen mit einer G e s a m t h ö h e von u n t e r 100 Metern wenigstens auf dem Standort, der nahe an Hedemünden heranreicht.
In seinem Brief an die Witzenhäuser Stadtverwaltung betonte Bürgermeister Klaus Burhenne seinerzeit den hohen Natur- und Erlebniswert der Landschaft für Einheimische wie Touristen. 140 Meter hohe Windräder würden dieses Erlebnis jedoch nachhaltig beeinträchtigen.
Und noch etwas schrieb er den Witzenhäuser Kollegen ins Stammbuch: 'Die Erfahrungen in Hann. Münden haben gezeigt, dass Entwickler oder Betreiber von Windparks versuchen, Druck auf die planende Kommune auszuüben. Wir sind aber nicht verpflichtet, die Wirtschaftlichkeit eines Standorts für Windenergie zu optimieren.' Im übrigen seien heute auch Anlagen von unter 100 Metern Gesamthöhe lukrativ zu betreiben.
Mit dem neu aufgetretenen Investor hat das Thema zugleich eine neue Dimension bekommen. Sollte sich die Stadt Witzenhausen tatsächlich auf dessen Wünsche einlassen, hätte auch Hann. Münden erneut das Recht zur Stellungnahme. Bislang jedoch wartet man hier immer noch auf eine Antwort auf das letzte Schreiben. Stadtplaner Siegfried Pflum in einer Notiz ans Stadtoberhaupt: 'Eine Reaktion auf unsere Stellungnahme vom Januar 2004 haben wir noch nicht bekommen.'"
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