+++ Ausstellung über das Römerlager wurde eröffnet +++

In ihrer Ausgabe vom 19. Februar 2006 berichtet die HNA in zwei Artikeln über die Eröffnung der Ausstellung über das Hedemündener Römerlager und das geplante Begleitprogramm im städtischen Museum Hann. Münden:

"Legionäre an der Werra
Begleitprogramm zur Ausstellung in Museum

Die Funde aus dem Römerlager bei Hedemünden, die jetzt im Städtischen Museum zu sehen sind, zeigen nur Bruchstücke des römsichen Lebens an der Weser vor 2000 Jahren. Um die Geschichte für alle interessierten Bürger noch interessanter zu machen, haben sich Kreisarchäologe Dr. Klaus Grote und Martina Krug, die Leiterin des Mündener Museums, etwas besonderes einfallen lassen.

Sie beauftragten den Göttinger Studenten für Ur- und Frühgeschichte, Robert Brosch, in einem Rahmenprogramm die Zeit an der Weser vor 2000, wenigstens für ein paar Stunden, wieder lebendig werden zu lassen.

Am 26. Februar wird nun ein römischer Arzt über seine Arbeit im Feldlager berichten. Am 12. März erzählen ein Soldat und eine Dame über das römische Alltagsleben in den besetzten Gebieten. Dabei werden sie wahrscheinlich auch von Rom schwärmen. Am 19. März gibt eine römische Töpferin Einblick in das alte Kunsthandwerk.

Zum Höhepunkt und Abschluss werden sieben Römer und südniedersächsische Germanen in einer historischen Modenschau Stil und Geschmack von damals präsentieren. Alle Veranstaltungen finden jeweils um 11 Uhr im Museum statt.

Für das junge Museumspublikum hat Martina Krug besondere Erlebnisse parat. Essen und Trinken wie im alten Rom, leben wie ein römischer Soldat, lernen, spielen und kleiden wie die Kinder im alten Rom, all das können Kindergartengruppen und Schulklassen während der Römerlager-Ausstellung im Städtischen Museum erfahren.

Beim Anschauen von DVDs kann man bei einem Museumsbesuch die alten Römer nördlich der Alpen oder bei den Germanen Revue passieren lassen.

Die Ausstellung Römer in Hedemünden ist noch bis zum 17. April zu sehen. Das Museum ist mittwochs bis freitags von 10 bis 12 Uhr und 14.30 bis 17 Uhr sowie samstags von 10 bis 12 Uhr und 14.30 bis 16 Uhr und sonntags von 10 bis 12.30 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen unter unter den Telefonnummern 05541/75348 und -75202."

Ausstellung über das Römerlager | Bildquelle: HNA
Bildquelle: HNA


"Römer im Welfenschloss
Museum zeigt Fundstücke aus dem Lager bei Hedemünden

'Über die mittelalterlichen Fliehburgwälle bei Hedemünden sind wir oft als Kinder gestromert' erinnert sich Rolf Zuber, Ortsheimatpfleger aus Wiershausen. An noch ältere Zeitzeugen in dieser Region hatte jedoch kein Hobbyheimatforscher oder wissenschaftlicher Historiker zu glauben gewagt.

Erst mit den sensationellen Funden im April 2004 eröffneten sich für die Geschichtsforschung neue Horizonte. Seit gestern zeigt eine Ausstellung im Stadtmuseum einen Teil der Stücke.

'Das Römerlager bei Hedemünden ist das Highlight meines Berufslebens', sagte der Kreisarchäologe Dr. Klaus Grote in seiner Eröffnungsrede im Rittersaal des Wefenschlosses.

Was hier seit knapp zwei Jahren von den Wissenschaftlern unter die Lupe genommen würde, entpuppe sich immer mehr als reiche, wissenschaftliche Forschungsquelle, meint er und bedauert, bereits in sieben Jahren das Rentenalter erreicht zu haben.Schon heute weiß er, dass die wissenschaftlichen Arbeiten im Römerlager bei Hedemünden noch lange nicht ausgeschöpft sind.

Eine Zukunft für die Geschichtsforschung und für Münden sieht auch Bürgermeister Klaus Burhenne im Römerlager. Und Walter Henkel, Vorsitzender des Heimatgeschichtsvereins Sydekum, denkt optimistisch an ständige Ausstellungsräume für die römischen Funde, zum Beispiel im Ochsenkopf.

Das Interesse an der Ausstellung im Stadtmuseum ist enorm. Zahlreiche Besucher kamen, um die restaurierten Funde wie Werkzeuge und Waffen in den klimatisierten Vitrinen zu betrachten. Aber auch die Stellwände, auf denen historische Zusammenhänge übersichtlich dargestellt werden, zogen die Blicke auf sich.

Bis zum 17. April ist die Ausstellung im Städtischen Museum von Münden noch zu besichtigen. Für alle, die die Geschichte hautnah erleben wollen, hat das Museum zusammen mit dem Kreisarchäologen Klaus Grote zudem ein Begleitprogramm vorbereitet, das besonders auch die Kinder im Blick hat."


Weitere Informationen zur Ausstellung
Weitere Informationen zum Römerlager
Quelle: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine (HNA) – 19.02.2006

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