+++ Römerlager bestimmte 2005 die Arbeit der Kreisarchäologie +++

Die HNA berichtet in ihrer Ausgabe vom 23. Januar 2006 über die Arbeit der Göttinger Kreisarchäologen, die im Jahr 2005 vom Hedemündener Römerlager geprägt war:

"2005 war die Kreisarchäologie in Sachen Öffentlichkeitsarbeit voll ausgebucht. Allein an 16 Orten hielt Kreisarchäologe Dr. Klaus Grote Vorträge zum sensationellen Römerlager-Fund im Werratal bei Hedemünden. Gleichzeitig füllte sich der Kalender mit Terminen für Geländeführungen und Treffen mit den Medien. Ausstellungen, Broschüren und Bücher waren zu schreiben. Diese Bilanz zieht die Kreisarchäologie in ihrem 2005er Jahresbericht.

Das Römerlager bestimmte im vergangenen Jahr überhaupt den Arbeitsrhythmus der Kreisarchäologie. Studenten der Universität Hannover erstellten einen Lageplan. Aufgrund der Daten können künftig dreidimensionale Geländemodelle gezeichnet werden. Ansonsten waren unter anderem Funde ohne Ende zu untersuchen und zu dokumentieren sowie wissenschaftliche Berichte abzufassen.

Dr. Klaus Grote, Bildquelle: HNA
Bildquelle: HNA

Entschieden weniger sensationell war die Alltagsarbeit. In Jühnde untersuchte man urgeschichtliche Grabhügel im Forst Emme. Auf dem Tieplatz fanden die Archäologen Scherben aus dem Mittelalter, als die Gemeinde im Altdorf neue Versorgungsleitungen legte. In einem Dransfelder Wohnhaus untersuchten sie eine Baugrube an der Hoher-Hagen-Straße und im Bramwald drei Glashüttenplätze.

Ein Highlight unter den Fund-Spenden war im vergangenen Jahr eine Sammlung der ehemaligen Schule aus Bursfelde. Zu den 'erstklassigen Stücken', so Dr. Klaus Grote, gehören Beile, Felsgeräte und Steinwerkzeuge. Die Sammlung stammt aus Funden, die Bursfelder zu Zeiten des Handackerbaus machten."


Weitere Informationen zum Römerlager
Quelle: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine (HNA) – 23.01.2006

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