+++ Illegale Schatzsucher plündern das Hedemündener Römerlager +++

Der NDR berichtet am 20. Januar 2006 über Probleme mit Raubgrabungen am Hedemündener Römerlager:

"Der Kreisarchäologe Klaus Grote schlägt Alarm: Zunehmende Raubgrabungen im historischen Römerlager bei Hedemünden (Kreis Göttingen) richten einen beträchtlichen Schaden an. Bei illegalen Ausgrabungen seien bereits viele wertvolle, vermutlich sogar die kostbarsten antiken Metallgegenstände abhanden gekommen, sagte der Göttinger Archäologe am Freitag. Er gehe davon aus, dass mindestens ein halbes Dutzend krimineller Schatzsucher auf dem Areal nachts immer wieder mit professionellen Suchgeräten unterwegs seien.

Das Römerlager war vor gut zwei Jahren entdeckt worden. Seither haben die Archäologen auf dem rund 25 Hektar großen Gelände im Werratal fast 1.000 Metallfunde gemacht, darunter Münzen, Werkzeuge, Waffen und Waffenteile. 'Wir finden aber an vielen Stellen nur die Reste', sagte Grote. Die Raubgräber seien oft schon vorher aktiv gewesen – 'und sie holen sich die besten Stücke'.

Das Gelände rund um die Uhr zu bewachen, sei personell kaum möglich, sagte Grote. Trotz der illegalen Konkurrenz bietet das vermutlich in den Jahren 10 vor und 9 nach Christus von römischen Truppen genutzte Lager den Forschern Arbeit ohne Ende. Bis dem Gelände alle Geheimnisse entlockt seien, werde es wohl noch einige Jahrzehnte dauern, so Grote."


Weitere Informationen zum Römerlager
Quelle: Norddeutscher Rundfunk (NDR) – 20.01.2006

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