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+++ Ausstellungen über das Römerlager in Göttingen und Hann. Münden +++
Die HNA berichtet in ihrer Ausgabe vom 10. Januar 2006 über eine laufende Ausstellung über das Römerlager im Göttinger Kreishaus und die Vorbereitung einer Präsentation im Mündener Welfenschloss, wo die Funde ab Mitte Februar besichtigt werden können:
"Museum zeigt ab dem 19. Februar Sensations-Funde aus Hedemünden
In Göttingen sorgt derzeit die Ausstellung über das Römerlager bei Hedemünden für Furore. Der Besucherandrang an den Vitrinen im Foyer des Kreishauses ist enorm. Am Sonntag, 19. Februar, kommt die Ausstellung ins Welfenschloss nach Hann. Münden und wird dort bis Ende April zu sehen sein..
'Das Interesse an den Funden ist gewaltig', sagt Dr. Klaus Grote, der als Kreisarchäologe die Arbeiten im Lager federführend begleitet. Grund genug, die Sonderausstellung anzubieten. Gezeigt werden Werkzeuge, Waffen, Bauteile – im Prinzip alles, was Grote und seinen Helfern während der Ausgrabungen am Burgberg in die Hände gefallen ist. In drei klimatisierten Vitrinen werden die restaurierten Funde aus Eisen präsentiert. In einem vierten Glasschrank werden Kleinteile aus Bronze gezeigt – also Münzen, Knöpfe oder Ringe.

Bildquelle: HNA |
Auf zwölf Stellwänden können sich die Besucher über die historischen Zusammenhänge informieren. Allgemein verständlich wird der Vorstoß römischer Truppen vor über 2000 Jahren nach Germanien beschrieben.
Begleitend zur Ausstellung, die im Anschluss an Hann. Münden noch im Städtischen Museum Northeim und im Niedersächsischen Landtag Hannover zu sehen sein wird, hat Klaus Grote ein Buch geschrieben (siehe Meldung vom 23. November 2005). In ihm stellt er den sensationellen Fund umfassend dar. Allerdings betont Grote: 'Buch und Ausstellung dokumentieren nur einen Zwischenstand.' Denn die Arbeiten im Römerlager sind längst noch nicht abgeschlossen.
Selbst jetzt, bei den eisigen Temperaturen, sucht der Archäologe mit Studenten der Universität Göttingen im gefrorenen Waldboden nach den Überbleibseln einer 2000-jährigen Vergangenheit. Neue Erkenntnisse erhofft sich Grote von den mächtigen Sandsteinen, die vor allem im Lager I verstreut umherliegen. Mit Kelle und Bürste werden die Steine freigelegt. Das Ergebnis: Selbst der Ungeübte erkennt in der Anordnung der Quader ein Muster, das durch Menschenhand entstanden sein muss. 'Keine Ahnung, was das ist – vielleicht eine Baustruktur', spekuliert der Fachmann.
So viel Aufmerksamkeit das Römerlager an der Werra auch auf sich zieht, was die finanzielle Unterstützung der Arbeiten angeht, so erweist sich diese als sehr schwierig. Mit Kosten in Höhe von 130.000 Euro rechnet Grote für die wissenschaftliche und touristische Aufarbeitung bis zum Jahre 2009. Bislang hat er vom niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur noch keinen Förderbescheid erhalten.
Während einer Stippvisite im August vergangenen Jahres hatte sich Minister Lutz Stratmann (CDU) in der Pflicht gesehen und Hilfe zugesichert."
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