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Erneuter Vortrag über das Hedemündener Römerlager +++
Die Rotenburger Zeitung kündigt in ihrer Ausgabe vom 28. Oktober 2005 einen Vortrag von Dr. Klaus Grote über das Hedemündener Römerlager an und berichtet über die Funde und die ehemalige Funktion des Lagers:
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"Das Logistikzentrum der alten Römer
Dr. Klaus Grote referiert über altes Heerlager
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Vor rund 2.000 Jahren wurde im Zuge der militärischen Vorstöße römischer Legionen in das germanische Gebiet zwischen Rhein, Weser und Elbe ein Versorgungs- und Marschlager bei Hedemünden (Landkreis Göttingen) angelegt. Es befand sich am Nordrand des Werratales, rund 1,5 Kilometer westlich von Hedemünden, auf der Hochfläche des Burgberges oberhalb des Steilhanges rund 65 bis 90 Meter über der Talsohle. Auf Einladung der Archäologischen Arbeitsgemeinschaft und des Kulturrings wird der Göttinger Kreisarchäologe Dr. Klaus Grote das Römerlager Hedemünden vorstellen. Sein Vortrag findet am Donnerstag, 3. November, um 20 Uhr im Ratssaal in Bad Fallingbostel statt. Eintrittskarten sind an der Abendkasse erhältlich.
Das Römerlager orientierte sich an einer herausragenden verkehrsgeografischen und strategischen Position: der von Mittel- und Nordhessen kommende alte Heer- und Handelsweg überquerte hier die Werra und führte nach Nordosten weiter in das südniedersächsische Leinetal. Es handelt sich um eine mehrteilige Anlage. Nach derzeitiger Bewertung der Geländebefunde, Grabungsergebnisse und Funde handelt es sich vermutlich um die Reste eines längerfristig angelegten Versorgungslagers mit angegliederten kurzzeitigen Marschlagern. Der unbefestigte Bereich geht wohl auf die Anwesenheit von Handwerken oder das Lagern von Personal des Legionstrosses zurück. Die Bedeutung und das Alter der künstlichen Terrassierungen am Osthang sind noch unklar. Möglicherweise dienten sie der Sicherung der Quelle als einziger nachweisbarer Fließwasserversorung.
Ein Versorgungslager diente – neben der strategischen Kontrollfunktion am Kreuzungspunkt der Land- und Wasserstraße – vor allem der Bevorratung mit Nahrungsmitteln (Getreide, Vieh, Salz), der Vorhaltung von Werkstätten und Ersatzteilen für die Ausrüstung des Militärs und des Trosses. Vermutlich gab es auch ein Lazarett. Ein solches 'Logistikzentrum' war ein wichtiger Faktor der Nachschubsicherung römischer Vorstöße in feindliche Gebiete."
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