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+++ Portrait des ehemaligen Ortsheimtatpflegers Heinrich Hampe +++
Die HNA berichtet im August 2005 in einer Artikel-Serie über die Ortsheimatpfleger der Hann. Mündener Ortsteile. In der Ausgabe vom 10. August wird Heinrich Hampe, der ehemalige Heimatpfleger der Orte Hedemünden und Oberode, portraitiert:
"Ein Lehrer scheint prädestiniert für das Ehrenamt des Ortsheimatpflegers. Jedenfalls wurde 1966 dem neuen Rektor der Mittelpunktschule Hedemünden auch gleich diese Aufgabe angetragen.
Bis zum vorigen Jahr, also 38 Jahre, war Heinrich Hampe Ortsheimatpfleger des großen Dorfes. Er hat das Geschichtsarchiv der Gemeinde aufgebaut. Im Buch 'Hedemünden. Aus der Geschichte der kleinen Ackerbürgerstadt bis zu ihrem Verzicht auf die Stadtrechte 1930' ist alles zu finden, was er über den Ort recherchieren konnte. Damit hat Hampe eine hervorragende Basis für jeden neuen Heimatchronisten geschaffen.
'Ich würde meinen Nachfolger sehr gern unterstützen', bietet er seine Hilfe an. Doch bis heute scheint sich keiner die ehrenamtliche Aufgabe zuzutrauen.
Für den 79-Jährigen bedeutet die Verabschiedung aus einem Ehrenamt noch lange nicht die Aufgabe der Ortsheimatpflege. In Oberode, seiner Wahlheimat, widmet er sich nach wie vor der Entdeckung der Vergangenheit.

Bildquelle: HNA |
'Als ich mit meiner Familie 1964 hierher zog, wusste ich, das war mal ein Töpferdorf', erinnert sich Hampe. Vielmehr war auch den Dorfbewohnern nicht überliefert. Mit historischem Spürsinn ging der Lehrer alten Namen wie Scherbenhof und Perls Brennhütte auf den Grund.
Was er dabei entdeckte, ist heute als Töpfermuseum mitten im Ort zu besichtigen. Auch in der alten Schule, heute Dorfgemeinschaftshaus, wurde ein Klassenraum für die ständige Ausstellung über das Töpferhandwerk eingerichtet.
Für andere in Oberode typische Gewerbe – wie zum Beispiel die Zigarrenmacherei – plant Hampe ebenfalls Ausstellungsvitrinen. 'Von Margareta Elisabeth Grumm habe ich einen Zigarrenwickeltisch bekommen', freut sich der Heimatchronist. Bis 1952 wurde bei Heinrich Böger an diesem Original-Zeitzeugen noch gearbeitet.
In einer ganzen Reihe von Büchern und Aufsätzen berichtet Heinrich Hampe von seiner Arbeit als Heimatgeschichtsforscher. So kann man über die Sanierung der ehemaligen Töpferei Müller vieles nachlesen, erfährt, wohin in alle Welt bereits vor 400 Jahren die irdenen Waren aus Oberode exportiert wurden.
Der pensionierte Pädagoge hält viel davon, einmal gewonnene Erkenntnisse schwarz auf weiß festzuhalten. In der Schriftenreihe des Sydekum ist sein Name deshalb unter etlichen Publikationen zu entdecken. Gedrucktes könne am besten dokumentieren, was die Menschen im Dorf zu allen Zeiten bewegt hat. Und das sei nicht nur für den Ortsheimatpfleger von Interesse, meint Hampe."
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