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+++ Oberleitungsschaden bei Laubach – Feuerwehr hilft mit neuem Gerät +++
Die HNA berichtete in ihren Ausgaben vom 25. und 26. Juli 2005 über eine Panne auf der Bahnstrecke zwischen Hedemünden und Hann. Münden. Im Einsatz war dabei auch die Hedemündener Feuerwehr mit ihrem neuen Gerät, einem Rettungspodest.
Artikel vom 25. Juli 2005:
"Es las sich wie ein schlechter Witz. 'Die clevere Alternative zum Stau' stand auf dem elektrisch betriebenen Nahverkehrszug Kassel-Halle zu lesen, der gestern um 14.30 Uhr auf offener Strecke liegenblieb. Zum Lachen aber war den Passagieren nicht zu Mute. Statt zügig dahinzurauschen, stand auch die Bahn erst einmal reglos am Fleck: Der Bügel der Antriebslok hatte unterhalb Laubachs eine schadhafte Oberleitung heruntergerissen.
Die Strecke Kassel-Eichenberg wurde sofort in beiden Richtungen gesperrt. Und doch dauerte es noch drei Stunden, bis die gestressten Fahrgäste in einen (dieselgetriebenen) Ersatzzug umsteigen konnten. Der brachte sie zu einem Sammelpunkt. Von dort aus wurden die Passagiere mit Pendelbussen weitertransportiert. Männer der Freiwilligen Feuerwehr Hedemünden halfen beim Umsteigen mit ihrem neuen, aber schon mehrfach erprobten Rettungspodest.
Ein Bahnsprecher begründete die lange Zwangswartezeit mit der Restspannung in der abgerissenen Leitung: Sie sei trotz Abschaltung immer noch lebensgefährlich hoch gewesen. Erst nach und nach habe sich herausgestellt, wie aufwändig und zeitraubend die Reparaturarbeiten sein würden. Deshalb seien die Hilfskräfte – hier die Feuerwehr Hedemünden – erst relativ spät alarmiert worden.
Währenddessen hatte die Bahn den Güterzugverkehr weiträumig gestoppt. Außerdem evakuierte sie die Passagiere von über zehn weiteren Personenzügen auf der Strecke: Auch die wurden von Bahnmitarbeitern zu Sammelpunkten und Pendelbussen gebracht.
Einen Anschlag schloss der Bahnsprecher ausdrücklich aus. Die Sperrung der Strecke dauerte bis Redaktionsschluss an."

Bildquelle: HNA |
Artikel vom 26. Juli 2005:
"Über Feuerwehren wird nicht selten gefrozzelt, wenn schon wieder ein neues technisches 'Spielzeug' im Gerätehaus steht. Umso nachdrücklicher weisen die Aktiven darauf hin, dass jedes Gerät der Rettung und Bergung von Menschen und Vermögenswerten dient.
So das neue Rettungspodest der Feuerwehr Hedemünden. Vor einem halben Jahr gekauft, hat es sich bereits zig Mal als nützlich erwiesen. So bei der Bahnstreckensperrung am Montag bei Laubach (Bericht oben). Bei der Evakuierung des Nahverkehrszuges Kassel-Halle auf offener Strecke konnten dank des Podestes auch ältere Fahgäste mühelos in einen dieselgetriebenen Sonderzug umsteigen.
Dramatischer ist der Einsatz bei Lkw-Unfällen auf der Autobahn 7, wo ein Streckenabschnitt von der Hedemündener Wehr betreut wird. 'Da kann ein solches Hilfsmittel über Leben und Tode entscheiden', schilderte Ortsbrandmeister Achim Spangenberg. 'Mit dem neuen Podest kommen wir viel schneller und besser an die Führerhäuser ran, die ja bei moderneren Lkw immer höher liegen. Wenn wir mit Schere und Spreizer Blech aufschneiden und Menschen rausholen müssen, ist es schon ein Unterschied, ob ich so ein 20 Kilo-Gerät direkt vor mir packen kann oder über Kopf arbeiten muss.'
Jeder Bürger sollte also froh sein, so der Ortsbrandmeister, wenn seine Feuerwehr gut ausgerüstet sei." |