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+++ Ausbildung im Sägewerk Fehrensen +++
In ihrer Ausgabe vom 22. Juni 2005 berichtet die HNA über die Ausbildung zum
Holzbearbeitungsmechaniker
bei der Firma Fehrensen in Hedemünden:
"Ron Leidenfrost (17) aus Hann. Münden liebt die Arbeit mit Holz. 'Es ist einfach ein schönes Material', sagt er. Deshalb hat er sich vor einem Jahr entschieden, eine Ausbildung zum Holzbearbeitungsmechaniker bei der Firma Fehrensen in Hedemünden zu beginnen.
Ein Bürojob kam für Ron Leidenfrost nie in Frage. 'Das wäre nichts für mich', betont er, um lächelnd fortzufahren 'allerdings gibt es für mich auch kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung'. Nach der Hauptschule wollte Ron Leidenfrost zuerst Tierwirt werden, aber nachdem er keinen Ausbildungsplatz bekam, entschied er sich für die Ausbildung bei Fehrensen.

Bildquelle: HNA |
Vor dem Ausbildungsvertrag bei Fehrensen steht allerdings immer ein Praktikum. 'So', sagt Betriebsleiter Rainer Pickel, 'kann ich schnell erkennen, wer die Hände in den Taschen hat und wer mit anpackt.' Schwerstarbeit muss hier allerdings keiner mehr verrichten. Maschinen mit Saugnäpfen helfen die schweren Bohlen und Bretter zu bewegen. Eher schon kommt es auf einen geschulten Blick an.
32 000 Festmeter oder 1600 Lkw-Ladungen Hartholz – zumeist Buche und Eiche – aus den umliegenden Wäldern gelangen jährlich in das Sägewerk. Unter den gierigen Zähnen der Sägemaschine wird dann innerhalb einer Minute aus einem Jahre alten Baum ein Stapel Bretter.
Die Aufgabe des Holzbearbeitungsmechanikers ist es dabei, einen genauen Blick für den Wuchs der Stämme zu haben. Der richtige Schnitt entscheidet darüber, wieviel eines Baumstamms für den Tischler brauchbar ist und damit über den Verkaufspreis.
Ebenfalls mit scharfem Blick werden die Holzplanken anschließend vermessen und kleinere Fehler, wie etwa Astlöcher, markiert und von der Gesamtfläche abgezogen. Abschließend werden die Bretter gestapelt und zum Trocknen in große Klima-Hallen gebracht.
Mehr als die Hälfte der Produktion von Fehrensen geht inzwischen in das Ausland. Vor allem China mit seinem gigantischen Bauboom ist ein großer Abnehmer.
International ist inzwischen auch die dreijährige Ausbildung. Stolz erklärt Rainer Pickel, der den Ausbildungsrahmenplan selbst mit entwickelt hat, dass die Ausbildung zum Holzbearbeitungsmechaniker auf europäischer Ebene harmonisiert wurde. Damit, so der Betriebsleiter, 'können unsere Azubis einen Teil der Ausbildung im Ausland machen und nach der Lehre in fast jedem europäischen Land anheuern'. Ein klarer Vorteil auf dem Stellenmarkt und Gelegenheit, auch mal im Ausland zu arbeiten.
Die theoretischen Grundlagen vermittelt die renommierte Holzfachschule in Bad Wildungen. Bei Fehrensen selbst sind die Azubis in die Betriebsabläufe intergriert und arbeiten im Team mit den Arbeitern.
Ron Leidenfrost ist glücklich mit seiner Ausbildungsstelle und lobt das Betriebsklima. Gerne würde er auch nach der Gesellenprüfung im Betrieb bleiben. Die Chancen stehen nicht schlecht, denn Fehrensen übernimmt viele seiner Azubis."
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