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+++ Klassentreffen des Abschlussjahrgangs 1953 der Volksschule +++
In ihrer Ausgabe vom 9. Mai 2005 berichtet die HNA über das Treffen der ehemaligen Schülerinnen und Schüler des Abschlussjahrgangs 1953 der Hedemündener Volksschule:
"2569 Lebensjahre kamen zusammen, als sich die einstigen Schüler des Abschlussjahrgangs 1953 der Hedemündener Volksschule am vergangenen Wochenende im Gasthaus Schmale trafen. Bei einem gemeinsamen Ausflug in ihre alte Schule kamen bei den 35 ehemaligen Schülern viele Erinnerungen an fast vergessene Zeiten zurück.

Bildquelle: HNA |
Da die Schule im Jahr 1944, zur Zeit der Einschulung, nur aus fünf Räumen bestand, mussten die Lehrer mit ihren Klassen oft ausweichen, darunter ins Pfarrhaus, ins Gasthaus Schmale und schließlich in die Zigarrenfabrik.
'Wir mussten viel umherlaufen', erinnern sich die Klassenkameraden der Jahrgänge 1937 und 1938. 1951 wurde dann mit Aus- und Anbauarbeiten in der Schule begonnen, bei denen die Schüler kräftig mit anpackten. Die Fertigstellung erfolgte ein Jahr später. All diese Ausschnitte einer gemeinsamen Vergangenheit hat Eberhard Burhenne, der das Klassentreffen mittlerweile zum siebten Mal organisierte, auf mehreren Stellwänden festgehalten, die im Eingangsbereich der heutigen Hedemündener Grundschule ausgestellt wurden. Zum ersten Mal konnten sie dort vor zwei Jahren, zur Feier zum 90-jährigen Bestehen der Schule besichtigt werden. Für das Klassentreffen wurden sie erneut aufgestellt. Die Schule bedankte sich für Burhennes Mühen mit einem Besichtigungstermin der Schule für ihn und seine Schulkameraden.
Auch ein ehemaliger Lehrer, mit dem der Jahrgang besonders viele schöne Erinnerung verbindet, war von Burhenne eingeladen worden und hatte sofort zugesagt. Günter Woischnik, katholischer Religions- und Deutschlehrer, war während der Schulzeit immer für seine Schüler da. Auch außerhalb des Schulunterrichts verbrachte er mit seiner Klasse viel Zeit.
Es gab Karnevalsfeiern, einen mehrtägigen Aufenthalt auf dem Hohen Meißner, Ausflüge mit dem Fahrrad oder im Zug, und eine unvergessliche Alpenfahrt 1952 unter Leitung von Woischnik und seiner Kollegin Adelheid Schreiber, die nicht zum Klassentreffen kommen konnte.
Während mehrerer Wanderungen in den Bergen kletterten die Schüler mit ihrem Lehrer insgesamt 8414 Meter in die Höhe. Die Kosten für Busfahrt und Unterkunft wurden durch Rüben verziehen und Märchenaufführungen vor den Eltern verdient. Denn nicht alle Familien konnten es sich leisten, ihre Kinder mit auf Klassenfahrt zu schicken. Also sorgte Lehrer Woischnik dafür, dass die Schüler das Geld selbst verdienten, damit alle Klassenkameraden mitfahren konnten.
Gerne erinnern sich alle an ihre Schulzeit und legen viel Wert darauf, sich regelmäßig zu treffen. Denn sie sehen sich immer noch als Freunde. Das nächste Treffen wird in drei Jahren stattfinen."
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