+++ Fehlende Ortsheimatpfleger in den Hann. Mündener Ortsteilen +++

In ihrer Ausgabe vom 10. Februar 2005 berichte die HNA darüber, dass in einigen Hann. Mündener Ortsteilen ehrenamtliche Ortsheimatpfleger fehlen. Nachfolgend der vollständige Artikel aus der HNA:

"Selten war der Notstand an Ortsheimatpflegern in der Stadt Münden so deutlich wie derzeit. Sowohl in Hedemünden, Mielenhausen, Volkmarshausen und Bonaforth sind die ehrenamtlichen Stellen unbesetzt. Hinzu kommt, dass nach dem Ausscheiden von Gerhard Almeling auch ein neuer ehrenamtlicher Stadtarchäologe gesucht wird. Verschärft wird die Problematik noch dadurch, dass im August der seit 50 Jahren im Amt tätige Ortsheimatpfleger für die Stadt Münden, Heinz Hartung, sein Amt niederlegen wird.

Für den regelmäßig stattfindenden Gedankenaustausch der ehrenamtlich Tätigen in der Denkmal- und Heimatpflege gab es beim jüngsten Treffen somit reichlich Gesprächsstoff.

Zu Beginn der Sitzung gab die ehrenamtliche Kreisheimatpflegerin, Dr. Dagmar Kleineke, einen Bericht über Gespräche mit den Ortsheimatpflegern, deren Wünsche sie Landrat Reinhard Schermann (CDU) vortragen möchte. Hier ging es vor allem um Fragen des Versicherungsschutzes, Aufklärung über Rechte und Pflichten und über die Suche nach geeigneten Räumen in den Ortschaften.

Ein weiterer Wunsch der Ortsheimatpfleger sei die stärkere Information und Beteiligung in den Ortsräten und in der Dorfgemeinschaft. Diese Wünsche fanden auch die Unterstützung der Anwesenden. Einig war man sich darin, Schwellenängste abzubauen um neue, besonders auch jüngere Menschen für dieses Ehrenamt zu begeistern.

Die Ortsbürgermeister berichteten von den Schwierigkeiten bei der Suche nach neuen Ortsheimatpflegern. In Volkmarshausen, so die stellvertretende Ortsbürgermeisterin Friederike Nielsen, gebe es etwa zehn interessierte Bürger, von denen aber keiner bereit sei, das Ehrenamt zu übernehmen. Hier bot Erster Stadtrat Friedhelm Meyer Unterstützung an. "Denkbar ist ein Erfahrungsaustausch der Ortsheimatpfleger mit Interessengruppen in den Ortsteilen".

Der Mündener Ortsheimatpfleger Heinz Hartung erinnerte an die Unterstützung für die Ortsheimatpfleger durch den Sydekumverein. Bisher seien alle Ortsheimatpfleger auch Mitglieder im Verein gewesen. Die Unterstützung werde auch für Interessenten in den Ortsteilen angeboten.

Der Laubacher Ortsheimatpfleger Ernst Grages zeigte sich davon überzeugt, dass es in allen Ortsteilen auch in der Jugend Talente gebe. Die Suche würde nur zu wenig gefördert. Hier sollten sich die Ortsräte gemeinsam mit den Ortsbürgermeistern stark machen.

Ortsheimatpfleger Christian Sumpf aus Gimte erinnerte daran, dass die Interessenten eine gehörige Portion Idealismus für das Ehrenamt mitbringen sollten.

Meyer empfahl den Ortsbürgermeistern, in den Ortsratssitzungen für das vakante Amt zu werben. Dem Ortsrat sei es vorbehalten, wie der Ortsheimatpfleger in die Arbeit des Ortsrates eingebunden werde.

Wer Interesse an diesem Ehrenamt hat, sollte sich an den jeweiligen Ortsbürgermeister, an die Mitglieder des Ortsrates oder an die aktiven Ortsheimatpfleger wenden. Für weitere Informationen am Ehrenamt der Stadtarchäologie steht Erster Stadtrat Friedhelm Meyer (05541/75-356) zur Verfügung."

Quelle: HNA Hessisch-Niedersächsische Allgemeine (HNA) – 10.02.2005

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