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Größte Solaranlage der Stadt befindet sich in Hedemünden +++
Wie die HNA in ihrer Ausgabe vom 7. Juni 2004 berichtet, wurde vor kurzem auf einem Hedemündener Hausdach die größte privat betriebene Solaranlage im Hann. Mündener Stadtgebiet installiert.
Der Mündener Architekt Andreas Vogt errichtete die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Hauses seiner Großmutter am Fuchsberg. Die Anlage besteht aus insgesamt 44 Solar-Modulen, mit denen eine Nennleistung von sieben Kilowatt erzielt werden kann. Mit der Energie ließen sich – wie die HNA errechnete – sieben Waschmaschinen gleichzeitig betreiben.
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Andreas Vogt bringt auf dem Dach des Hauses
in Hedemünden Solarmodule an (Bildquelle: HNA) |
Die mit der Solaranlage gewonnene Energie wird jedoch nicht für den Privathaushalt verwendet, sondern in das öffentliche Stromnetz der EAM Energie AG eingespeist. Dazu wird der Gleichstrom zunächst zu einem Wechselrichter geführt und in Wechselspannung umgewandelt. Ein eigener Zähler ermöglicht es, die erzielten Kilowattstunden abzulesen.
Grundlage für dieses Modell der Stromeinspeisung ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Dieses Gesetz schreibt eine verbindliche Vergütung des eingespeisten Stroms fest; zurzeit wird für einen Zeitraum von 20 Jahren jede Kilowattstunde mit 57 Cent vergütet. Ab dem Jahr 2005 verändern sich die Bedingungen: statt 57 Cent werden dann nur noch 54 Cent gezahlt, in den folgenden Jahren wird die Einspeisevergütung weiter sinken.
Im Gegenzug ist jedoch mit einer stetigen Verbilligung der Solarmodule zu rechnen, denn seit Inkrafttreten des EEG hat sich die Nachfrage nach Photovoltaikanlagen vervielfacht. Die Hersteller solcher Anlagen kommen derzeit mit der Produktion kaum nach, Angaben Andreas Vogts zufolge sei momentan “der Markt fast leergefegt” und es müsse mit Lieferzeiten von mindestens drei Monaten gerechnet werden. Hinzu kommt die erforderlich Zeit für Projektierung, Installation und Anschluss, so dass für interessierte Haushalte die Inbetriebnahme einer eigenen Solaranlage noch in diesem Jahr schwierig werden dürfte.
Andreas Vogt hat sich als Architekt beruflich auf die Nische der Nutzung regenerativer Energien spezialisiert. Dem von Kritikern eingewandten Argument, Deutschland sei kein optimales Land für die Solarenergienutzung, widerspricht er. Das vorherrschende Klima mit viel Sonne und kühlen Temperaturen sei ideal für Solaranlagen, selbst bei bewölktem Himmel und diffuser Sonneneinstrahlung erzeugten sie noch Strom. Die weit verbreitete Annahme, Wüstenregionen seien optimal für die Erzeugung von Solarenergie stimme ebenfalls nicht, da Sandstürme die Leistungsfähigkeit der Anlagen herabsetzten, während Solaranlagen hierzulande durch den häufigen Regen immer wieder gereinigt würden.
Informationen zur Nutzung von Solarenergie erteilt Andreas Vogt (Telefon 0178/4414975).
Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
www.solarserver.de
www.energienetz.de
www.erneuerbare-Energien.de |