+++ Ortsbürgermeister zu aktuellen Entwicklungen in Hedemünden +++

Die HNA berichtet in ihrer Ausgabe vom 11. Februar 2004 über ein Pressegespräch mit Ortsbürgermeister Ernst-August Hannemann, der sich zu aktuellen Entwicklungen in Hedemünden äußert.

Trotz zunehmender Finanzprobleme sieht der seit rund zwei Jahren amtierende Ortsbürgermeister, im Hauptberuf Polizeibeamter, keinen Grund zur Resignation, denn nach wie vor könne man sich über kleine Schritte freuen, die den Ort voran bringen. Im Einzelnen äußert sich Hannemann zu folgenden Themen:

Ampelregelung am Autobahnzubringer

Eine Anregung des Hedemündener Ortsrates wird in Kürze umgesetzt: im Bereich der Autobahnauffahrt an der Meenser Straße soll eine Ampel eingerichtet werden. Mit Hilfe der Signalanlage soll der Unfallschwerpunkt beseitigt und durch die neue Verkehrs-Regelung eine wichtige Voraussetzung für die Erweiterung des Gewerbegebietes geschaffen werden. Derzeit bereitet das Straßenbauamt Gandersheim die Installation der Ampelanlage vor.


Foto: Karsten Kiene (Februar 2004)

Verlagerung des Bahnhofs
Nachdem im vergangenen Jahr die Planungen der Deutschen Bahn AG, den Bahnhaltepunkt an die Steinstraße zu verlegen (siehe Meldungen vom 15.02.2003 und 22.02.2003), bekannt geworden waren, hoffte man in Hedemünden weiterhin auf den Erhalt des bisherigen Bahnhofs. Nun sieht es so aus, als seien die Forderungen der örtlichen Politik und die Bemühungen der Stadt Hann. Münden auf Granit gestoßen und die Verlagerung des Haltepunktes nicht mehr aufzuhalten. Zunächst habe die Bahn, so Hannemann, furchtbar gedrängt, während jetzt gar keine Reaktion des Unternehmens mehr zu vernehmen ist, was den Ortsbürgermeister irritiert: “man fühlt sich so langsam auf die Schippe genommen”. Sollte es zu der beabsichtigten Verlagerung des Bahnhofes kommen, wäre nach wie vor das Problem der Parkplätze ungelöst. Hierfür fühlt sich die Bahn nicht verantwortlich und schiebt diese Aufgabe auf die Stadt Hann. Münden ab. Eine erste Idee zur Unterbringung des ruhenden Verkehrs wird im Bereich Fuchsberg gesehen, wenn es dort zum Bau eines Regenrückhaltebeckens kommen sollte. Konkretere Vorschläge liegen jedoch noch nicht vor.

Ersatz für die stillgelegte Postfiliale
Obwohl die Hedemündener Postfiliale vor nunmehr einem Jahr endgültig geschlossen worden ist, gibt es nach wie vor keinen Ersatz. Zwei Versuche, postalische Dienstleistungen in den Verkaufsräumen vorhandener Betriebe unterzubringen, sind im letzten Jahr gescheitert, da sich die Deutsche Post AG nach eigenen Angaben an ein Großversandhaus gebunden hat (siehe Meldung vom 07.08.2003). Ernst-August Hannemann berichtet, dass ihm andere Poststellen bekannt seien, die nicht mit dem Versandunternehmen zusammenarbeiten und möchte nun von der Post wissen, warum solch eine Lösung in Hedemünden nicht umsetzbar ist.


Foto: Karsten Kiene (Februar 2004)

Gaststättensterben
Ebenfalls bedauerlich findet der Ortsbürgermeister das Verschwinden von Gaststätten in Hedemünden. Während im Ort einst sechs Gasthäuser vorhanden waren, ist heute, nachdem Ende Oktober 2003 auch der "Landgasthof Schmale" geschlossen worden ist, nur noch das “Kind'l Stüb'l” in der Rathausstraße verblieben.

Verhalten im Kreisverkehr
Erfreulich ist nach Ansicht Hannemanns die Tatsache, dass auch die letzten Einwohner gelernt hätten, sich im Kreisverkehr korrekt zu verhalten (Merkblatt zum Verhalten im Kreisverkehr). Als Schmuck für den Kreisverkehrsplatz wird die Firma Oppermann einen Kohlequarzit-Stein aus der Fritzlarer Kiesgrube als Spende zur Verfügung stellen, der zukünftig den neugestalteten Ortsmittelpunkt gestalterisch aufwerten wird.

Veränderungen im alten Rathaus
Im Hedemündener Ortsrat wird momentan darüber nachgedacht, die innere Organisation und Raumverteilung des altes Rathauses zu verändern. Vorgesehen ist die Verlegung der Ortsbücherei in das Obergeschoss, um auf diese Weise die 14tägig veranstalteten Senioren-Nachmittage im Erdgeschoss stattfinden lassen zu können.


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Quelle: HNA Hessisch-Niedersächsische Allgemeine (HNA) – 11.02.2004

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