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+++ Begeisternde Chormusik in der Michaeliskirche
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In ihrer Online-Ausgabe vom 20. Oktober 2003 berichtet die HNA
über eine beeindruckende musikalische Darbietung, die am 18.
Oktober in der Hedemündener Michaeliskirche stattgefunden hat.
An diesem Abend traten unter dem Motto "Musik verbindet"
Chöre aus Mielenhausen und Hedemünden auf. Die gemeinsame
Veranstaltung diente der Chorvereinigung Hedemünden und der
Chorgemeinschaft Mielenhausen zur Vorbereitung eines Wertungssingens
des Mitteldeutschen Sängerbundes (MSB) am 22. November. Bei
dieser Veranstaltung möchten die Hedemündener das Prädikat
"Leistungschor" erwerben, während sich die Mielenhäuser
für die nächsthöhere Leistungsstufe "Konzertchor"
bewirbt.
In der Michaeliskirche wurden dem Publikum Lieder aus unterschiedlichen
Epochen dargeboten: das Repertoire reichte von der Volksliedbearbeitung
"Heute tanzen wir beide" aus dem 20. Jahrhundert von Gerd
Onnen bis hin zu "Exultate, justi" von Ludovico Grossi
da Viadana aus der italienischen Ars Nova des 17. Jahrhunderts.
Jeder der Chöre - beide unter Leitung des Hedemündeners
Lars Bücker (siehe Meldung
vom 25. Mai 2002) - hatte die Gelegenheit, mit drei Wettbewerbsstücken
das Publikum zu beeindrucken.
Lars Bücker erläuterte, dass die Jury des MSB mit Klang,
Dynamik, Intonation, Aussprache sowie Darbietung überzeugt
werden müsse. Um das Verständnis für die Musik zu
stärken, wurde zu jedem der Stücke eine erläuternde
Einführung gegeben, in der das Publikum über den Komponisten,
das Lied selbst und seine Entstehungszeit informiert wurde.
Sehr gut angekommen ist auch der amüsante Versuch Bückers,
dem Publikum ein wenig Musiktheorie nahezubringen. So stellte er
anhand des Pophits "When Susanna cries" dar, wie dieses
Lied klänge, wenn etwa nur Brust- oder Kopfstimme eingesetzt
oder wie ein Opernsänger dieses Stück inszenieren würde.
Bücker nutzte aber auch die Gelegenheit, sich über aktuelle
gesellschaftliche Entwicklungen auszulassen: "Jeder hat in
letzter Zeit die Vokabeln Casting, Popstars, Superstars oder Star
Search gehört, wo Musik als große kommerzielle Ware ausgeschlachtet
wird". Es zähle nicht mehr die Musik an sich, sondern
vielmehr die Frage, welcher Musiker sich am besten vermarkte. Darüber
hinaus stellte Bücker fest, dass sich nur noch die wenigsten
Musiker trauen, ohne technische Hilfsmittel zu singen.
Neben den Chorvereinigungen sorgten zwei weitere Gruppen für
ein begeistertes Publikum: der Junge Chor Mielenhausen und der Hedemündener
Chor "Fun in Music". Die jungen Mielenhäuser sangen
das irische Traditional "The Lord of the Dance", zu dem
ein Stepp-Tanz aufgeführt wurde. Die Hedemündener zeigten,
dass sie jede Menge Spaß an der Musik haben und mischten verschiedene
Stile - von der Volksweise "Sah ein Knab' ein Röslein
stehn" bis zum Gospel "Help me, Lord".
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