|
+++ Bericht über die Grenzwanderung +++
Am 2. Juni 2003 bericht die HNA in ihrer Online-Ausgabe
über die Grenzwanderung vom Vortag (siehe auch Bericht vom
5. Mai 2003). Ergänzt wird der Pressebericht
durch persönliche Notizen von Thomas Speck, der die anstrengende
Grenzwanderung auf der östlichen Teilstrecke mitgemacht hat.
Zwei Gruppen, im östlichen Grenzgebiet unter Leitung von Jörg
Weitemeyer, im westlichen angeführt von Ernst Polej, machten
sich am frühen Sonntag Vormittag auf den Weg, um die Hedemündener
Ortsgrenzen abzulaufen. Damit folgen sie einer alten Tradition,
die zwar im Zeitalter globaler Satelliten-Navigation und digitaler
geographischer Informationssysteme überflüssig geworden
ist, aber nach wie vor ein gemeinschaftliches Vergnügen und
eine heimatkundliche Lehrstunde bildet. Früher hingegen seien
die Grenzwanderungen "durchaus notwendig [gewesen], um die
Eigentumsverhältnisse zu klären und dem Nachbarn seine
Grenzen aufzuzeigen".
Jeder einzelne der 131 Grenzsteine wurde während der Begehung
in teilweise schwierigem Gelände aufgesucht. Die Pflege der
Steine erfolgt durch Paten. Bei der letzten Grenzwanderung im Jahr
1992 wurden bereits für alle Steine Patenschaften vergeben.
Da jedoch im Laufe der letzten Jahre durch Tod und Aufgabe der Patenschaften
insgesamt 41 Grenzsteine frei geworden waren, fand in diesem Jahr
wieder eine Versteigerung von Grenzsteinen statt.
Die beiden Auktionatoren waren bei ihrer Tätigkeit erfolgreich:
inzwischen haben wieder alle Steine einen Paten. Nachdem im Laufe
des Tages die Sonne zum Vorschein kam, wurden nach schleppendem
Anlauf der Versteigerungen auch die Bieter großzügiger.
Das höchste Gebot auf der Ostroute lag bei 44.- Euro. Über
ihre Patenschaft an den ersteigerten Grenzsteinen dürfen sich
die neuen und alten Paten bis zum nächsten Grenzgang freuen.
Zur
Programmübersicht der Grenzbegehung 2003
Broschüre
zum Download (pdf-Datei, ca. 660 kB)
Geschichtliches
zur Grenzbegehung in Hedemünden |