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+++ Die Zukunft des Hedemündener Bahnhofs
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Nachdem zum 31. Januar 2003 die Hedemündener
Postfiliale endgültig geschlosssen wurde, steht die Schließung
einer weiteren Institution, nämlich des Hedemündener Bahnhofs,
bevor. Darüber berichtet die HNA in ihrer Ausgabe vom 15.02.2003.
Bereits im Jahr 1997 wurden von der Deutschen Bahn AG, bzw. der
seit der Privatisierung der Bahn zuständigen Landesnahverkehrsgesellschaft
Niedersachsen (LNVG) verschiedene Varianten zum Umbau des Hedemündner
Bahnhofs diskutiert. Ziele der Planungen waren
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die Verbesserung der Sicherheit durch Wegfall
der plangleichen Gleisquerung, |
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die Anpassung der Ein- und Ausstiegshöhen
der Bahnsteige auf 55 cm, damit die Züge ohne Treppen erreicht
werden können (so genanntes Programms 55" des
Nordhessischen Verkehrsverbundes NVV), |
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die behindertengerechte Anbindung der Bahnsteige
in beide Fahrtrichtungen. |
Für die entsprechenden Ausbauarbeiten wurde von
der LNVG, die auch für die Vergabe der Fördermittel zuständig
ist, bislang eine Gesamtsumme von 2,1 Millionen Euro veranschlagt.
In einem Gespräch mit der Nahverkehrsgesellschaft erfuhren
Bürgermeister Klaus Burhenne und Erster Stadtrat Friedhelm
Meyer jetzt, dass durch zusätzlich erforderliche Maßnahmen
an Weichen und Signalen weitere 800.000 Euro erforderlich sind.
Ohne die Umsetzung dieser Maßnahmen würde die Bahn 46
Sekunden an Fahrzeit verlieren, was den Taktfahrplan in Kassel stören
würde.
Bisher waren sowohl Ortsrat als auch Stadt Hann. Münden
davon ausgegangen, dass die Maßnahmen im unmittelbaren Umfeld
des heutigen Bahnhofs umgesetzt werden. Dieses Vorgehen wurde auch
seitens der Bahn unterstützt. Nun zeichnet sich ab, dass diese
Lösung aufgrund der Mehrkosten voraussichtlich fallen gelassen
werden muss.
Die Bahn bot der Stadt zwei Möglichkeiten zur Lösung des
Problems an:
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Die Stadt Hann. Münden kommt für den
Differenzbetrag von 800.000 Euro auf und der Haltepunkt wird
im Umfeld des heutigen Bahnhofs gebaut oder |
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die Stadt akzeptiert die bereits für erledigt
befundene Variante 2, das heißt die Verlagerung des Haltepunktes
an die Steinstraße. |
Zur ersten Variante äußerte Bürgermeister
Burhenne, dass die Stadt die entsprechenden Mittel nicht aufbringen
könne und auch keine andere Möglichkeit gesehen werde,
auf anderem Weg das Geld aufzutreiben. Auch die zweite Variante,
die in den vergangenen Diskussionen bereits abgelehnt wurde, wird
nach wie vor als schlechtere Alternative angesehen. Gründe
dafür sind die Lage im Bereich eines reinen Wohngebietes, der
erwartetet zusätzliche Verkehr in der Tempo-30-Zone, die Gefährdung
der Kinder auf dem Weg zur Schule und zum Kindergarten, ungenügender
Parkraum in diesem Bereich sowie der nicht behindertengerechte Tunnel.
......Grafik:
www.hedemuenden.net
Dennoch wird es aufgrund des nicht finanzierbaren
Umbaus am jetzigen Bahnhof auf eine Verlagerung des Haltepunktes
hinauslaufen. Der Bürgermeister spitzt die Frage zu: Wollen
wir diesen Haltepunkt oder gar keinen?" Für ihn bedeutet
ein Bahnhaltepunkt in Hedemünden eine höhere Lebensqualität
und einen Standortvorteil. Deshalb hat er die Bahn AG aufgefordert,
die Umplanung unverzüglich einzuleiten und die politischen
Gremien und die Bevölkerung in den Planungsprozeß einzubinden.
Deutsche Bahn AG
Landesnahverkehrsgesellschaft
Niedersachsen
Nordhessischer Verkehrsverbund
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