+++ Hedemündener Postfiliale wurde endgültig geschlossen +++

Die HNA berichtet in ihrer Ausgabe vom 06.02.2003, dass die Hedemündener Postfiliale zum 31. Januar nach 146 Jahren endgültig geschlossen wurde.

Der Hedemündener Ratsherr Udo Bethke kritisierte die Schließung und erklärte gegenüber der HNA, dass es trotz des Einreichens von 1.200 Protest-Unterschriften (siehe auch Nachricht vom 14.01.2003) nicht gelungen sei, die Regulierungsbehörde zum Eingreifen zu bewegen. Unterzeichnet hatten den Protestaufruf neben den Bürgerinnen und Bürgern aus Hedemünden und Oberode auch zahlreiche Postfachkunden, die Gewerbetreibenden, der Ortsrat und die Stadtverwaltung.

Nach Ansicht der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post bestand kein Anlass, den Beschluss der Deutschen Post AG zur Schließung der Hedemündener Postfiliale aufzuheben. In einem Schreiben der Behörde auf die Eingabe des Ortsrates wird dargelegt, dass nach den geltenden Vorschriften in Hedemünden kein Anspruch auf eine Posteinrichtung bestehe: "Hedemünden ist keine Gemeinde, sondern nur ein Teil der Gemeinde Hann. Münden und hat somit auch keinen eigenen Anspruch auf eine stationäre Einrichtung. Die 2.000 Meter-Regel der Post-Universal-Dienstleitungs-Verordnung ist nur dann anwendbar, wenn die Gemeinde mehr als 4.000 Einwohner hat und eine zusammenhängende Bebauung innerhalb der Gemeinde vorliegt."

Bethke sagte gegenüber der HNA: "Jetzt ist vollendet, was durch die Einleitung der Privatisierung der Post vorraussehbar war. Die Ausdünnung des ländlichen Raumes wird sich nicht nur auf postalische Dienstleistungen beschränken." Er sieht in der Schließung der Postfiliale auch einen Widerspruch zu den Anstrengungen, die ländlich geprägte Region durch europäische Fördermittel in ihrer Entwicklung zu fördern.


Protestschreiben des Ortsrates gegen die Schließung der Postfiliale
Website der Deutschen Post AG
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post
Quelle: HNA Hessisch-Niedersächsische Allgemeine (HNA) - 06.02.2003

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