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+++ Schließung der Hedemündener
Postfiliale +++
Die Hedemündener Postfiliale wird am 31. Januar
2003 endgültig geschlossen. Darüber berichtet die HNA
in ihrer Ausgabe vom 14.01.2003.
Nach dem Bericht der Zeitung hat Bürgermeister Klaus Burhenne
mit Zorn und Unverständnis auf die Schließungsabsicht
reagiert, denn die Post AG habe alle Geprächsangebote der Stadt
und die gesammelten Unterschriften ignoriert. Dabei seien in Hedemünden
und den Nachbarorten fast 1.200 Unterschriften von Bürgern
und Gewerbetreibenden für den Erhalt der Postfiliale gesammelt
worden. Das Verhalten der Post AG sei, so Burhenne, beschämend
für ein Unternehmen, das sich selbst Dienstleister nenne.
Die Stadt Hann. Münden hat sich nach Bekanntwerden der Schließungsabsichten
Ende Oktober 2002 das erste Mal schriftlich an die Post AG gewandt,
im Dezember wurden die Listen mit den rund 1.200 Unterschriften
nachgeschickt. Mitte Dezember kündigte die Post AG an, es werde
bei der Schließung bleiben, allerdings werde diese um einen
Monat auf den 31. Januar 2003 verschoben. Auf diese Ankündigung
folgte wiederum ein Protestschreiben.
Erst auf mehrmalige Nachfrage antwortete die Post AG im Januar 2003
auf die Schreiben der Stadt. Bürgermeister Burhenne zeigte
sich enttäuscht darüber, auch habe die Deutsche Post nicht
auf sein Angebot eines persönlichen Gespräches reagiert.
In ihrem Schreiben legt die Post dar, dass die Einrichtung einer
Postagentur ("Partner-Filiale")
in Hedemünden aus wirtschaftlichen Gründen nicht tragfähig
sei. Das Prinzip der Partner-Filiale sieht vor, dass im Ort ansässige
Einzelhändler im Auftrag der Post AG postalische Leistungen
anbieten. Nach Angaben von Bürgermeister Burhenne gab es derartige
Überlegungen oder Versuche - insbesondere seitens der Post
- bisher jedoch überhaupt nicht.
Als Alternative schlägt die Post AG vor, die Grundversorgung
mit postalischen Leistungen durch einen "mobilen
Post-Service" (MOPS) zu gewährleisten. Bei diesem
System werden die Zusteller mit einer Grundausstattung an Postartikeln
ausgestattet und können Briefe und Pakete entgegennehmen. Darüber
hinaus können per Postkarte weitere Leistungen angefordert
werden. Dieser Service "überzeuge nach wie vor nicht,
so Burhenne. Wer - außer vielleicht der ältere Mitbürger
- habe schon Zeit, beziehungsweise könne es so genau einrichten,
am nächsten oder übernächsten Tag den Postzusteller
zu Hause zu empfangen, wenn dieser dann aufgrund der Anforderungskarte
vorspricht?"
Betriebswirtschaftliche Zahlen oder Vergleichszahlen
anderer Orte in ähnlicher Größenordnung, aus denen
die Entscheidung zur Schließung der Postfiliale in Hedemünden
wenigstens ansatzweise hätte nachvollzogen werden können,
legte die Post AG nicht vor. Bürgermeister Burhenne wird nun
versuchen, durch Einschaltung der Politik oder der Aufsichtsbehörden
eine bessere Lösung herbeizuführen.

Karikatur aus der HNA
vom 16. Januar 2003
Protestschreiben
des Ortsrates gegen die Schließung der Postfiliale
Website
der Deutschen Post AG |