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In
ihrer Ausgabe vom 13. Mai 2002 berichtet die HNA über ein Treffen
ehemaliger Schülerinnen und Schüler der Hedemündener
Volksschule. Das Wiedersehen fand gleichzeitig mit der goldenen
Konfirmation des Jahrganges 1937/38 statt und wurde von Eberhard
Burhenne unter das Motto "Von der Schiefertafel bis zum Computer"
gestellt.
Burhenne berichtete auf dem Treffen von den über 50 Schülerinnen
und Schülern, die im Schuljahr 1944 eingeschult und in dem
damals aus einem Leher- und drei Klassenzimmern bestehenen Schulhausunterrichtet
wurden. Einige Klassen mussten ins Pfarrhaus, in das Gasthaus Schmale
und schließlich in die Zigarrenfabrik ausweichen. Der Unterricht
fand teilweise unter sehr beengten Bedingungen statt: zeitweise
wurden zwei bis drei Klassen mit über 60 Kindern gleichzeitig
unterrichtet.
Auf dem Ehemaligentreffen wurden zahlreiche Anekdoten aus der Schulzeit
erzählt: "Holz und Kohle zum Heizen wurden von uns mit
in die Schule gebracht", erinnert sich Burhenne. Eine frühere
Klassenkameradin: "Zu den Schulmaterialien zählten eine
Schiefertafel mit Holzrahmen, Schwamm und Griffel." Schulbücher
wurden untereinander ausgetauscht.

Eine gemeinsame Erinnerung war der Aus- und Anbau der Schule in
den Jahren 1951/52. Damals fand ein regelrechter "Pantoffelkrieg"
statt, über den selbst in der amerikanischen Presse berichtet
wurde. Die Schulräume waren nach den Baumaßnahmen mit
hell lasiertem Holzfußboden ausgestattet. Um diesen zu schonen
verfügte die Schulaufsicht, dass alle Kinder den Boden nur
mit Haus-Pantoffeln betreten durften. Diese Vorschrift wollten die
Eltern nicht hinnehmen und schickten ihre Kinder nicht in die Schule.
Letztlich hat sich die Behörde durchgesetzt und in den ersten
Jahren bestand Pantoffelpflicht.
Ab
1950 betreuten Adelheid Böttger (geb. Schreiber) und Günter
Woischnik die Schulklassen in der Hedemündener Volksschule.
Beide waren der Einladung zu diesem Klassentreffen gefolgt. "Außer
dem Schulunterricht haben wir viel Freizeit miteinander verbracht,"
machte Eberhard Burhenne deutlich: Karnevalsfeiern, ein mehrtägiger
Aufenthalt auf dem Hohen Meißner, die unvergessliche Alpenexkursion
unter Leitung von Woischnik und Schreiber mit über 40 Kindern
ins Spielmannsautal bei Oberstdorf. Die Kosten für die Busfahrt
und Unterkunft wurden durch Rüben verziehen verdient.
Im Namen aller dankte Burhenne den beiden Pädagogen. "Sie
haben nicht nur pflichtbewußt Schulunterricht für uns
abgehalten, sondern auch Ihre Freizeit geopfert, um mit uns die
Gemeinschaft und ein harmonisches Miteinander zu pflegen, das noch
heute Bestand hat."
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