Vorwort

Hedemünden feiert in diesem Jahr sein 975jähriges Jubiläum. Am 6. Dezember 1017 wurde der Name des Ortes zum erstenmal schriftlich genannt. Nach den Ausgrabungen in der Michaeliskirche wissen wir, daß der Ort bereits um das Jahr 900 bestanden haben muß. Schriftliche Quellen, die diese Aussage bestätigen könnten, gibt es bisher jedoch leider nicht.

Die bedeutendsten Akten zur Geschichte Hedemündens, die seit 1904 im Staatsarchiv Hannover aufbewahrt wurden, sind dort im Jahre 1943 bei einem Bombenangriff verbrannt. Dennoch liegt noch so viel Quellenmaterial vor, daß es schwerfiel, im Hinblick auf Umfang und Kosten dieser Arbeit eine sinnvolle Auswahl zu treffen. Die vorliegende Stoffmenge und die drängende Zeit - dieses Buch sollte im Jubiläumsjahr erscheinen zwangen schließlich zu einer Beschränkung auf die Zeit bis zum Jahre 1930: in diesem Jahr verzichtete Hedemünden auf seine Stadtrechte und wurde wieder zu einem Dorf.

Um den Haupttext in informativer, knapper Form ausführen zu können, erscheinen verschiedene Urkunden- und Vertragstexte, Aufzeichnungen aus Kämmereirechnungen und Ratsprotokollen, schriftliche Nachrichten von Zeitzeugen, Zeitungsberichte und Namenlisten in einem Anhang und bieten dort die Möglichkeit zu vertiefender Information.

In die vorliegende Arbeit konnten viele Nachrichten aus der Hedemündener Geschichte eingebracht werden, doch ist gewiß, daß etliche Fragen offen geblieben und auch Korrekturen nicht auszuschließen sind. Wenn aber das Zusammengetragene Interesse an der Vergangenheit weckt und zum Weiterforschen anregt, hat sich die Mühe gelohnt.

Dieses Buch kann dank der Mitarbeit vieler Helfer in der vorliegenden Form erscheinen, dafür danke ich allen herzlich. Zu meiner Freude erklärten sich mehrere Fachleute bereit, Themen der Hedemündener Geschichte zu bearbeiten und ihre Sachkenntnis in diese Arbeit einzubringen. Ich danke dafür Herrn Johannes Gerland, Herrn Pastor Ulrich Harbort, Herrn Heinz Hartung, Frau Dr. Gudrun Pischke, Herrn Prof. Dr. Berndt Schaller und Frau Adelheid Markus, Herrn Dr. Eckart Schröder und Herrn Friedrich-Wilhelm Wulf. Besondere Unterstützung und Hilfe fand ich bei den Mitgliedern des Arbeitskreises im Heimat- und Geschichtsverein Sydekum zu Münden e.V., den Herren Dr. Dr. hc. Ludwig Denecke, Johannes Gerland, Heinz Hartung, Walter Henckel, Günther Kaerger, Dr. Johann Dietrich von Pezold, Günther Spielmeyer und Rudolf Wegener. Ich habe mich über ihre Unterstützung sehr gefreut und danke ihnen herzlich. - Eine weitere Freude bereitete mir die Mitarbeit der Damen, die während der Zeit vom 4. Juni bis 4. Dezember 1991 gemeinsam mit meiner Frau wöchentlich zwei- bis dreimal nach Münden fuhren, um dort im Archiv der Stadt die Zeitungsbände der Mündenschen Nachrichten (Zeitraum 1862 bis 1931) nach Berichten über Hedemünden und Oberode zu durchforschen: Gisela Gundlach, Anneliese Henze, Elfriede Jendraschak, Martha Kölsch und Ruth Schünemann. Sie halfen auch jederzeit bei der Klärung örtlicher Fragen. Ich habe mich über das zunehmende Interesse der Gruppe an ortsgeschichtlichen Themen gefreut und danke allen ganz herzlich. - Eine erhebliche Bedeutung hatte für mich die Unterstützung meiner Frau während der letzten eineinhalb Jahre: Sie half mir nicht allein durch ihre Bereitschaft zur Diskussion und Klärung auftretender Fragen, sondern wirkte aktiv bei der Suche in den Archiven mit und verwandte viel Zeit auf eine gründliche Überarbeitung des vorliegenden Textes. Ihre Hilfe und die Bereitschaft, mir alle möglichen Arbeiten in Haus und Garten während dieser Zeit abzunehmen, verdient hier eine besondere Würdigung und meinen herzlichen Dank.

Oberode, im Juli 1992
Heinrich Hampe


Quelle: Heinrich Hampe, Hedemünden - Aus der Geschichte einer kleinen Ackerbürgerstadt
Das Buch wurde zum 975jährigen Bestehen Hedemündens im Jahre 1992 veröffentlicht. Es ist im Handel nicht mehr erhältlich. Ein Exemplar des Buches befindet sich in der Ortsbücherei Hedemünden. Auszüge aus dem Buch werden hier mit freundlicher Genehmigung von Herrn Hampe wiedergegeben.